Skip to Navigation

Solarthermie – Sonnenwärme für Warmwasser und Heizung

Die Sonne liefert uns in Deutschland 80 Mal mehr Energie als wir verbrauchen. Diese Energiequelle ist praktisch unerschöpflich und steht uns auch in den nächsten Jahrmillionen zur Verfügung. Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Erdöl sind dagegen nur begrenzt vorhanden. Die Kraft der Sonne lässt sich für den privaten Haushalt auf zwei verschiedene Arten nutzen: Mit Solarthermie können Sie Ihr Haus heizen und warmes Wasser erzeugen, mit Photovoltaikanlagen können Sie Strom mit der Energie der Sonne gewinnen. Solarthermieanlagen sind ein wichtiger Baustein einer zukunftsfähigen, das heißt preisgünstigen und unabhängigen Wärmeversorgung. Deshalb wird ihr Einsatz auch von der Bundesregierung gefördert. Solarthermieanlagen zeichnen sich durch eine einfache Anlagentechnik aus und sind technisch ausgereift. Mittlerweile gibt es eine große Anzahl von Solar-Fachfirmen, die über langjährige Erfahrung bei der Anlagenplanung und -montage verfügen. Sie bieten für die unterschiedlichsten Anforderungen eine breite Palette an Anlagenkonzepten an und beraten über die Fördermöglichkeiten des Bundes. Unterstützung im Internet gibt es unter www.solarfoerderung.de. Herzstück einer thermischen Solaranlage ist der Kollektor. Er enthält einen selektiv beschichteten Absorber, der zur Aufnahme der einfallenden Sonnenstrahlung und ihrer Umwandlung in Wärme dient. Der Absorber wird von einer Wärmeträgerflüssigkeit (üblicherweise ein Gemisch aus Wasser und ökologisch unbedenklichem Frostschutzmittel) durchströmt, die zwischen Kollektor und Warmwasserspeicher zirkuliert. Thermische Solaranlagen werden über einen Solarregler in Betrieb genommen. Sobald die Temperatur am Kollektor die Temperatur im Speicher um einige Grad übersteigt, schaltet die Regelung die Solarkreis-Umwälzpumpe ein und die Wärmeträgerflüssigkeit transportiert die im Kollektor aufgenommene Wärme in den Warmwasserspeicher. Mit einer richtig dimensionierten Anlage kann man jährlich bis zu 65 % des Brauchwasserbedarfs mit Sonnenenergie decken. Von Ende April bis in den September eines Jahres kann meistens der gesamte Bedarf an Warmwasser über die Solaranlage bereitgestellt werden. Dann kann die konventionelle Heizanlage ganz abgeschaltet werden. Größere Anlagen können bei entsprechender Auslegung darüber hinaus einen Beitrag zur Gebäudeheizung leisten. Neu auf dem Markt ist die Kombination von großen Solarkollektoren und elektrischen Wärmepumpen, womit den Wärmepumpen ein hoher Wirkungsgrad ermöglicht wird. Man kann die angebotene Sonnenenergie noch besser nutzen und elektrische Energie einsparen, wenn Waschmaschinen und Geschirrspüler mit Warmwasseranschluss zum Einsatz kommen. Die Sonne liefert ihre Energie kostenlos. Vom Zeitpunkt der Anlageninstallation an entstehen, außer sehr geringen Kosten für Wartung und Pumpenstrom, keine weiteren Betriebskosten mehr. Wer heute in eine Solaranlage investiert, investiert also in die Zukunft.