Im Pfarrhaus brennt wieder Licht - Juliane Jersak ist neue Pfarrerin in Massenbach und Massenbachhausen
Umzugskartons säumen den Flur, es riecht noch ein wenig nach Farbe. Die evangelische Kirchengemeinde Massenbach und Massenbachhausen hat seit vergangenem Monat wieder eine neue Pfarrerin. Ende Februar ist Juliane Jersak zusammen mit ihrem Mann Samuel ins Pfarrhaus eingezogen. Am 14. März wurde sie im Gottesdienst offiziell auf ihrer neuen Stelle begrüßt.
Aufgewachsen ist Juliane Jersak in Wain in Oberschwaben, wo sie nach ihrer Konfirmation ihre Liebe zur kirchlichen Jugendarbeit entdeckt hat. „Die Arbeit mit jungen Menschen, mit Kindern, Jugendlichen, Konfirmanden, das liegt mir einfach am Herzen“, sagt die 28-Jährige, für die schon früh feststand: Ich will Pfarrerin werden.
Ihr Theologiestudium führte sie zunächst nach Stuttgart an das Sprachenkolleg, wo sie die drei alten Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch lernte. Es folgte ein Vorpraktikum im Wohn- und Pflegestift der Großheppacher Schwesternschaft und die ersten Studiensemester an der Universität Tübingen. Das allein war ihr aber zu wenig: „Bevor ich Examen mache, will ich noch einmal ganz woanders hin“, sagte sie sich und entschied sich für einen Studienaufenthalt in Sydney.
Nach dem ersten Examen 2007 begann sie ihr Vikariat in der evangelischen Kirchengemeinde Heimerdingen. Im vergangenen Winter legte sie ihr zweites Examen ab und es hieß: Abschied nehmen von Heimerdingen – herzlich Willkommen in Massenbach und Massenbachhausen.
Was Juliane Jersak am Pfarrberuf reizt, ist neben vielen anderen Dingen gerade die Vielseitigkeit der Aufgaben und Herausforderungen: „Man begegnet so vielen verschiedenen Menschen, man lernt nie aus und es wird einem niemals langweilig – das ist einfach schön.“