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Steinmetz und Bildhauer alter Tradition

In Güglingen hat der Steinmetz und Bildhauermeister Jürgen Wütherich seine Werkstatt und auch einen Teil seiner Werke stehen. Wir fragten ihn, wo er seine persönlichen Schwerpunkte setzt. Wütherich: Ich widme mich sehr gerne der freien Bildhauerei. Die Möglichkeiten zu gestalten sind fast unbegrenzt. Die Schwerpunkte liegen im Formen und Gestalten von Skulpturen aus Naturstein. Es gehört natürlich auch das Schützen und Erhalten durch Restaurierung dazu. Außerdem ist das Planen und Fertigen von Brunnen und Grabmalen ein weiterer Arbeitsbereich. ZaberBote: Sie verstehen es, mit Ihrer Arbeit an die Tradition alter Meister anzuknüpfen. War dies mit ein Grund, warum Sie auch Werkstücke der Dresdner Frauenkirche gefertigt haben?
Wütherich: Der Übergang vom Handwerk zur Kunst ist fließend. Die Steinmetzkunst heißt auch, Gedanken in Worte fassen, und dabei ein Unikat in Stein umzusetzen. Hierzu gehört aber auch das Restaurieren von historischen Denkmälern, wie beispielsweise an der Frauenkirche in Dresden.
ZaberBote: Vom Landesinnungsverband haben Sie einige Preise erhalten, was für Anerkennung Ihrer persönlichen Leistung spricht. Wie sehen Sie Objekte wie die Sonnenstele, die am Freitag beim Alten- und Pflegeheim „Haus Zabergäu“ in Brackenheim eingeweiht wird?
Wütherich: Diese Stele drückt das freie Spiel der Formen aus, stellt aber auch gleichzeitig strenge Geometrie dar. Es ist ein Objekt mit eigenständigem Charakter, Kraft und Wirkung.