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Jugendliche realisieren 72-Stunden- Projekt - »Uns schickt der Himmel« im Altenheim

Jugendliche vom Technischen Hilfswerk und der katholischen Jugend Neckarsulm realisierten die bundesweite Aktion „72 Stunden – uns schickt der Himmel“ im Alten- und Pflegeheim „Haus Zabergäu“. Ihr Einsatzbereich wurde erst wenige Stunden vor dem Start bekannt gegeben. In Brackenheim hat die Heimleiterin, Lilli Haldenwanger, zusammen mit Diakon Willi Forstner einen Aufgabenkomplex zusammengestellt. Um diesen zu bewältigen, hatten die Jugendlichen 72 Stunden Zeit. Im Garten vom „Haus Zabergäu“ ging es zu wie auf einer Großbaustelle. Einige Jungs waren dabei, einen Weinberg mit einer Weinlaube zu erstellen. Die Traubenstöcke hat das Haus bereits bestellt, bald hieß es, die sind auch gestiftet worden. Mit Betonsteinen wurde die Laubenfläche gepflastert. Später wurden die Stöcke, natürlich Speisetrauben, drum herum gepflanzt. Zahlreiche Wurzelwerke von Bäumen wurden ausgegraben. Maschinen und Fahrzeuge, größtenteils vom THW, waren mit im Einsatz. Für Siegfried Kalmbach von der Haustechnik des Altenheims war dies eine tolle Aktion. Er meinte, so günstig hätten wir die Bäume nicht entfernen können. An anderer Stelle kämpften die Jugendlichen mit dem Plan und der Verwirklichung für das Aufstellen der Holzhütte. Auch diese hatte das Haus bereits angeschafft. Es sind aber keineswegs nur Handlanger im Einsatz, so Willi Forstner. Da sind auch Fachkräfte, wie Schreiner mit dabei. Bei der Hütte wurden dann noch Obstbäume gepflanzt und in dem umzäunten Bereich dürfen bald drei Geisen grasen, nämlich Hanni, Nanni und Max. Meist ist es so, die Jugendgruppen packen da an, wo Hilfe schon lange notwendig gewesen wäre. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement helfen sie dort, wo es sonst niemand tut, wo das Geld fehlt oder die Bereitschaft, anderen unter die Arme zu greifen. Sie kümmern sich um Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen: Obdachlose, Flüchtlinge, Menschen im Altersheim oder psychisch Kranke. Mit ihrem Tun füllen die Jugendlichen das Aktions-Motto „Uns schickt der Himmel“ mit Leben. Sie zeigen: Wer für andere vom Himmel geschickt sein will, muss kein Engel sein, sondern einfach dort anpacken, wo es nötig ist, meinte der Brackenheimer Diakon Forstner. Zum Abschluss wurde gefeiert. Die Aktion wird getragen vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in 14 Diözesen, so auch in der von Rottenburg-Stuttgart.