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Hören. Sehen. Riechen. Spüren. - Kaywaldschüler und Kiwanier auf Entdeckungsreise

Seit nunmehr sieben Jahren verbringen die Familien des Kiwanis-Clubs Brackenheim-Zabergäu ihren „Kindertag“ im Wildparadies Tripsdrill zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Lauffener Kaywaldschule für Geistig- und Körperbehinderte. Dieses Mal ging die altersgemischte Fördergruppe der Schwerst-Mehrfach-Behinderten mit. Eine Entdeckungsreise sollte es für die 12 Jungen und Mädchen zwischen 8 und 18 Jahren werden: ein Sinne schärfen. Geräusche und Gerüche wahrnehmen. Die fremde Umgebung erspüren. Die Sonderschullehrerin Rosemarie Höhn-Mizo und die Physiotherapeutin Birgit Grau haben dieses Naturerlebnis zusammen mit ihrem Team bis ins kleinste Detail geplant: Jedem Kind steht eine Betreuungsperson zur Seite. Neben erfahrenen betreuenden Kräften und Zivildienstleistenden sind auch einige junge Erwachsene dabei, die erst im neuen Schuljahr ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Kaywaldschule begonnen haben. Sie alle sind für das Wohlbefinden „ihrer“ Schüler verantwortlich und dürfen dabei auch keine körperliche Anstrengung scheuen. Nur Amelie und Peter laufen selbstständig, alle anderen Kinder und Jugendlichen werden im Rollstuhl über die holprigen und steilen Waldwege geschoben – und mancher quittiert die muntere Ruckelei mit Lachen und Lautieren. Die Rehe beäugen die große „fahrende“ Gruppe zunächst aus sicherer Entfernung. Doch dann trauen sich die ersten heran und lassen sich tatsächlich füttern. Lehrerinnen und Betreuungskräfte achten genau darauf, dass jedes Kind immer wieder Gelegenheit bekommt, seine persönlichen Fähigkeiten zu nutzen. Sascha entdeckt, dass er die Türen in den Baumstämmen des Baumlehrpfades selbstständig öffnen kann. Andere erhalten Hilfestellung beim Füttern und sind den Tieren auf einmal ganz nah. Wieder andere nehmen die Sonne, die klare Luft und den erdigen Geruch des Waldes wahr. Rosemarie Höhn-Mizo freut sich für ihre Schüler über einen gelungenen Ausflug. „Jedes Kind zeigt uns auf seine Weise, wie es diesen Tag in der Natur genossen hat.“ Die Kiwanier sind ebenso dankbar für das gemeinsame Erlebnis wie Kiwanis-Präsident Bernd Boßler bestätigt: „Wir danken allen Lehrerinnen und Betreuungskräften, die diesen Ausflug mit ihrem großen Engagement erst möglich gemacht haben sowie dem Wildparadies Tripsdrill für die freundliche Unterstützung!“