Erlebnis für Kinder und Erwachsene! - Kiwanier und Kaywaldschüler entdecken den Wald
„Ich trau’ mich nicht!“ Kiwanierin Brigitte Gollong ist etwas verunsichert. Gleich zu Anfang des Waldspaziergangs im Wildparadies Tripsdrill hat die kleine Lea sie als Partnerin auserkoren. Nun möchte das Mädchen die Rehe füttern und legt sich das Futter auf die Hand – um sie gleich wieder wegzuziehen, sobald der Kopf des Rehs sich nähert. „Zusammen!“, Lea hat die Lösung gefunden: gemeinsam füttern sie die Tiere aus der Hand. Hat Lea vielleicht bemerkt, dass auch ihre „große“ Weggefährtin sich erst ein Herz fassen musste?
Der Kiwanis-Club Brackenheim/Zabergäu setzt sich mit unterschiedlichen Projekten für die Belange von Kindern ein. Den „Kiwanis-Kindertag“ verbrachten die Kiwanier nunmehr bereits zum fünften Mal mit Schülern der Lauffener Kaywaldschule für Geistig- und Körperbehinderte. 17 Kinder aus der Mittelstufe nahmen in diesem Jahr in Begleitung ihrer Lehrer und Betreuer an dem Wald-ausflug teil.
Und wieder gab es so viel zu entdecken: da sind die Tiere – die Rehe, die oftmals scheu und ängstlich, manchmal aber geradezu vorwitzig nach Tütenfutter lugen. Die hohen Bäume, die den Weg beschatten. Das Laub und die feuchte Erde, die die Schritte dämpft. Blätter, Eicheln und Zapfen, die man fühlen kann. Unendlich viele Eindrücke für Kinder und Erwachsene, die gemeinsam spüren, wie gut es tut, die Seele einmal baumeln zu lassen.
Spannend und abenteuerlich gerät der Besuch bei den Ziegen: Wehe, wenn sie losgelassen! Mit großer Mühe aber auch viel Spaß gelingt es Kaywaldschülern und Erwachsenen, alle Tiere wieder in ihr Gehege zu locken. Bei sonnigem Herbstwetter eine rote Wurst zur Stärkung und gegen den Durst einen Apfelsaft – besser als mit einem gemeinsamen Mittagessen kann man diesen Waldspaziergang nicht ausklingen lassen. Oder etwa doch? Henri hat einen Ball dabei und nun wird zum Abschluss gekickt, was das Zeug hält.
Klaus Dehnelt hat den gemeinsamen Ausflug organisiert: „Dieser Tag macht nicht nur den Schülern der Kaywaldschule großen Spaß. Er ist auch für uns Kiwanier und unsere Familien eine Bereicherung. Und es ist jedes Mal eine Freude zu sehen, mit welcher Offenheit sich nicht behinderte und behinderte Kinder begegnen. Besonderer Dank gilt den Lehrern und Betreuern, die mit ihrem Engagement diesen Ausflug erst ermöglicht haben.“