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Neue Energie – neue Arbeitsplätze - Franz Alt in der Stadthalle Lauffen

Volles Haus in der Stadthalle in Lauffen. Auf Einladung der VBU Volksbank im Unterland warb Dr. Franz Alt für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Seit vielen Jahren setzt sich Franz Alt mit Themen wie Klimapolitik, alternative Energieerzeugung, ökologische Verkehrswende, ökologische Steuerreform, Frieden und Menschenrechte auseinander. In Lauffen hatten auf Einladung der VBU rund 500 Zuhörer Gelegenheit, seine eindringliche Präsentation einer „ökologisch realistischen Tagesschau“ zu sehen: Unser viel zu hoher Verbrauch von Kohle, Gas und Öl führt zu politischen Verwerfungen zwischen armen und reichen Ländern. Der Kohlendioxydausstoß aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe treibt die Klimaerwärmung an, die Wüstengebiete breiten sich aus, fruchtbarer Boden geht verloren und täglich sterben 100 Tier- und Pflanzenarten aus. Doch Franz Alt will es nicht mit diesem Wissen bewenden lassen. „Weitermachen, wo Al Gore aufhört“ nennt er seinen Ansatz. Die Technologien für den mittelfristigen Ersatz von fossilen Energien und Atomkraft sind längst bekannt, vieles davon ist Know-How „Made in Germany“. Biomasse, Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie beruhen auf der Kraft der Sonne, „die täglich bis zu 15.000 Mal soviel Energie zur Erde schickt, wie die Menschen im gleichen Zeitraum verbrauchen“. Verschiedene anerkannte Studien zeigen, wie unser Energieverbrauch reduziert werden kann und wie bis 2050 die Umstellung auf 100% erneuerbare Energien zu erreichen ist. Noch fehlt es an der Umsetzung, auch die bekannten Techniken zur Energieeinsparung werden nicht sinnvoll genutzt. Als Beispiel nennt er den Autohersteller Volkswagen, der sein Konzeptfahrzeug mit einem Verbrauch von unter 1 Liter pro 100 km in das Werksmuseum stellt, während japanische Autohersteller Hybridfahrzeuge mit einem „noch verbesserbaren“ Benzinverbrauch in großer Stückzahl verkaufen. Die Technologie dafür stammt übrigens von deutschen Universitäten. Nach dem erwarteten Regierungswechsel in den USA prognostiziert Franz Alt einen großen Nachholbedarf bei den erneuerbaren Energien und einen Investitions- und Arbeitsplätzeboom in den Vereinigten Staaten. Auch wir sollen teilhaben an dieser weltweit notwendigen Entwicklung. Franz Alt ermunterte seine Zuhörer in Lauffen, zu handeln. Altbauten müssen gedämmt werden, an der Nutzung von Solarenergie für die Warmwasserbereitung oder Stromerzeugung kann sich jeder beteiligen. „Wir schaffen hunderttausende neue Arbeitsplätze, sparen Geld und schützen das Klima.“
Franz Alt war von 1972 bis 1992 Leiter und Moderator des Magazins „Report“. Ab 1992 leitete er die Zukunftsredaktion „Zeitsprung“ im Südwestrundfunk und ab 1997 das Magazin „Querdenker“ in 3sat. Seit 2003 hält er weltweit Vorträge und schreibt für über 40 Zeitungen und Magazine. Seine Bücher sind in zwölf Sprachen übersetzt und erreichen eine Auflage von über zwei Millionen Exemplaren. Für sein Engagement wurde Franz Alt mehrfach prämiert. So erhielt er u.a. den Adolf-Grimme Preis, die Goldene Kamera, den Europäischen Solarpreis sowie den Umweltpreis der deutschen Wirtschaft. Sein neuestes Buch heißt „Sonnige Aussichten – Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird“. Zusammen mit seiner Frau Birgit Alt betreibt er im Internet das Informationsportal www.sonnenseite.com