Mit der Skizunft Zabergäu geht es ab in die weiße Welt der Bretterlfreunde
Bald sind es 30 Jahre, dass sich nahezu 80 Personen aus dem Zabergäu zusammengefunden haben, um die Skizunft Zabergäu zu gründen. Es war die Zeit, konkret April 1980, als im Irak der Golfkrieg begann, Ronald Reagen Präsident in den USA wurde und in Polen die Gewerkschaft „Solidarnosz“ gegründet wurde. In Deutschland formierten sich „Die Grünen“ zur Volkspartei und Franz Josef Strauß verlor bei der Bundestagswahl gegen Helmut Schmidt.
Im Zabergäu dachten die Gründungsmitglieder der Skizunft an ihren Sport im Schnee und wie dies in der Gemeinschaft interessanter und günstiger betrieben werden kann. In Moskau und in Lake Placid standen die Olympischen Spiele an und Deutschland wurde Fußball-Europameister.
Die Skizunft Zabergäu sollte den Mitgliedern die Möglichkeit geben, Skilauf, Alpin wie auch Langlauf, bei organisierten Ausfahrten unter Anleitung von geschulten Lehrkräften zu betreiben. Das Vorhaben wurde umgesetzt und findet auch heute, fast 30 Jahre danach, noch großen Anklang. Damit die Bretterlfreunde nicht ohne Trockentraining in den Schnee müssen, wurde in den Wintermonaten die Skigymnastik, ebenfalls unter der Leitung einer Fachkraft, vorgesehen. Sie bietet auch heute noch Erwachsenen und Jugendlichen montags von 19.15 Uhr bis 20 Uhr die Möglichkeit, sich auf die Skisaison einzustimmen und fit zu machen.
Vor 20 Jahren lag die Mitgliederzahl bei 500. Die Ziele im Zillertal, Defreggental, Hintertux und Stubai fanden großen Anklang. Leider begann 1989 ein permanenter Rückgang, auf den der stellvertretende Vereinsvorsitzende, Klaus Stamm, im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins hingewiesen hat. Gründe sehen die Vorsitzenden Michaela Schroth und Klaus Stamm nicht nur darin, dass die Jugend fehlt, sondern auch im zunehmenden Schneemangel und steigenden Kosten beim Skifahren. Sie sehen dennoch optimistisch in die Zukunft, denn das Gesamtangebot der Skizunft wurde inzwischen durch Ski- und Snowboard-Kurse, Wanderungen und Jugendausfahrten attraktiver gemacht.