Kultur auf die Straße bringen - 6. internationales Straßentheaterfestival in Brackenheim
Am 13. September findet in Brackenheim das 6. internationale Straßentheaterfestival statt. Das im zweijährigen Rhythmus veranstaltete Festival ist ein Besuchermagnet für zahlreiche Kulturbegeisterte aus Nah und Fern. Der ZaberBote traf die beiden Vorsitzenden des Kulturforums Brackenheim e. V., Dorothea Graner und Carsten Eckstein, zum Gespräch.
ZaberBote: Herr Eckstein, das Straßentheaterfestival findet bereits zum 6. Mal statt. Was erwartet die Besucher am 13. September in Brackenheim?
Carsten Eckstein: Auch dieses Jahr wird eine hochkarätige Mischung internationaler Künstler die Brackenheimer Innenstadt in eine große Bühne verwandeln. Es sind viele Neuentdeckungen dabei – aber auch das eine oder andere bekannte Gesicht. Wir erwarten wieder um die 10.000 Besucher aus einem Umkreis von rund 50 km, die nach Brackenheim kommen werden, um sich die Kultur auf der Straße anzusehen.ZaberBote: Das Straßentheaterfestival ist ein Gemeinschaftsprojekt …
Dorothea Graner: Richtig, wir werden unterstützt vom Land Baden-Württemberg, der Sparkassen-Stiftung, der Stadt Brackenheim und dem Gewerbeverein Brackenheim, der an diesem Tag auch einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Ohne finanzielle Unterstützung könnten wir eine derartige Großveranstaltung nicht schultern; das Festival kostet ja keinen Eintritt. Doch trotz der wunderbaren Unterstützung unserer Sponsoren steht die Umsetzung des Festivals alle zwei Jahre „auf der Kippe“ – deshalb haben wir uns dieses Jahr etwas einfallen lassen, um das Festival auch für das nächste Mal zu sichern …ZaberBote: Die Support-Buttons?
Carsten Eckstein: Genau. Diese Buttons können für nur zwei Euro das Stück erworben werden und sollen das Festival langfristig sichern – gleichzeitig sind sie natürlich auch ein schönes Erinnerungsstück.ZaberBote: Welche Künstler treten beim Straßenkünstlerfestival auf?
Carsten Eckstein: Es treten neun Künstler- bzw. Künstlergruppen auf – mit ganz unterschiedlichen Programmen. Wir verraten nicht zuviel, nur soviel: Es wird sicherlich sehr unterhaltsam und lustig. Auf zwei kleinen Bühnen finden Vorstellungen statt, und die Walk-Acts werden das Publikum sicher auch mit in die Darbietungen einbinden – gerade das macht ja auch die besondere Atmosphäre von Straßenkunst aus.ZaberBote: Wie treffen Sie die Auswahl der Künstler?
Dorothea Graner: Wir schauen uns die Künstler auf anderen Straßentheaterfestivals und bei der Kulturbörse an, wo sich viele Künstler präsentieren. Zugegeben, wir haben sehr hohe Ansprüche an die Künstler und ihre Programme, aber wir wollen den Besuchern ja auch etwas Besonderes, Außergewöhnliches bieten. Deshalb treffen wir unsere Auswahl sehr sorgfältig.ZaberBote: Wie lange laufen die Vorbereitungen für das Festival schon?
Carsten Eckstein: Das Booking findet zu 80% bereits ein Jahr vorher statt – die Saison für Straßentheater ist ja äußerst kurz, deshalb müssen wir früh genug buchen, damit die Künstler nicht verplant sind. Organisatorisch geht es in den drei Wochen vor der Veranstaltung heiß her. Am Tag der Veranstaltung sind ca. 30 Mitglieder des Kulturforums im Einsatz, um die Künstler zu betreuen.ZaberBote: Kurz nach dem Straßentheaterfestival startet auch das neue Programm des Kulturforums e.V. …
Carsten Eckstein: Ja, am 26. September beginnt das neue Programm mit einem Konzert von Little Willie Littlefield – einer „lebende Legende“, die es mit ihren 78 Jahren immer noch versteht, das Publikum mit einer Mischung aus Jazz, Boogie Woogie und Blues zu verzaubern. Er stand schon mit Musikern wie Little Richard und Chuck Berry gemeinsam auf der Bühne. Das Konzert bei uns auf der Kulturbühne in der „Kapelle im Schloss“ ist eine einmalige Gelegenheit, diesen außergewöhnlichen Künstler live zu erleben.