Skip to Navigation

Natur und Historie, Kultur und Genuss: Bönnigheim – Stadt des Weins und der Museen

Eine unverwechselbare, mittelalterliche Silhouette mit der Ganerbenburg, dem Köllesturm und der Cyriakuskirche: Schon das Stadtbild Bönnigheims ist beeindruckend. Der Hauch der Geschichte schwebt über der idyllischen Weinbaustadt Bönnigheim.
Nördlich gelangt man unter dem Köllesturm hindurch in die malerische Altstadt mit dem noch erhaltenen Turm der Ganerbenburg. Daneben ist die dem Heiligen Cyriakus geweihte Stadtkirche das beherrschende Bauwerk. Sie wurde um 1100 erstmals erwähnt; der älteste noch stehende Bauteil ist der Turm von 1280. Der mächtige, auf Säulen ruhende Querbau zwischen Langhaus und Chor ist einer der wenigen in Württemberg erhaltenen Lettner.
Ein Prunkstück mittelalterlicher Holzskulptur ist der Hochaltar. Denkwürdig ist das Tafelbild der Barbara Schmotzerin aus dem 15. Jahrhundert, mit 53 Kindern gilt sie als kinderreichste Frau Deutschlands.

Bönnigheim – Kultur und Geschichte
Zierlich und verspielt erscheint das Stadionsche Schloss, das 1756 im spätbarocken Stil errichtet wurde. Damals diente es Friedrich von Stadion als Sommerresidenz, heute beherbergt es die Sammlung Zander, das Museum für Internationale Naive Kunst und Art Brut. Derzeit würdigt die Ausstellung „Bruno Diemer (1924 – 1962). Am Abgrund entlangschwebend. Beziehungen, Stillleben, Stadtansichten“ das künstlerische Schaffen des aus Bönnigheim stammenden Malers.
Bruno Diemer zählt zu den bedeutendsten Malern der 50er und frühen 60er Jahre in Baden-Württemberg. Seine Werke sind noch bis 21. Mai im Schloss Bönnigheim zu sehen. Das zentral gelegene Schloss ist Kulisse zahlreicher Veranstaltungen wie Hochzeiten, Konzerte oder Lesungen sowie das sommerliche Open-Air-Kino. Auch die heimischen Boulespieler wissen den Platz zu schätzen.
Im ehemaligen Waschhaus und früheren Forstgefängnis sind die Bönnigheimer Vinothek und das Museum Sophie La Roche untergebracht. Im Schloss Bönnigheim schrieb Sophie La Roche „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim“, den ersten deutschen Frauenroman. Ihr Markenzeichen waren ihre empfindsame Sprache und gefühlsbetonte Ausdrucksweise, sie wagte sich weit über das hinaus, was ihr als Frau in dieser Zeit von der (Männer-)Gesellschaft zugestanden wurde.

Jedes Jahr finden in Bönnigheim jeweils am ersten Sonntag im Monat von Mai bis Oktober die beliebten Bönnigheimer Kultursonntage statt. Sie beginnen um 11 Uhr mit einer wechselnden Themen-Stadtführung inklusive Führung durch die Cyriakuskirche. Der Museumspass zum Preis von 10 €, Kinder bis 15 Jahre sind frei, lädt in die Museen Sophie La Roche, die Sammlung Zander, das Schwäbische Schnapsmuseum, die Arzney-Küche, die Sudetendeutsche Heimatstube sowie in die Vinothek ein. Die einzelnen Museen zeigen dabei besondere Attraktionen. Die Sudetendeutsche Heimatstube hält Erinnerungen mit historischen Karten, Trachten und Dokumenten wach.
Hochprozentig und einzigartig – das Schwäbische Schnapsmuseum, die Kulturgeschichte und Destillationstechnik des Alkohols werden anschaulich dargestellt. Im Museum Arzney-Küche, im urigen Apothekerlaborgebäude, präsentiert sich die Verwendung des Alkohols in der Medizin. Im überwölbten, feuerfesten Laborraum zeigt eine Bitter-Destillationsanlage die Technik um 1900. Der erste Kultursonntag startet am 7. Mai in der Vinothek mit dem Thema „Wein – Haben Sie schon mal Wein aus schwarzen Gläsern verkostet?“.

Kulturelle Vielfalt und unvergesslicher Genuss
Zahlreiche Stadt- und Erlebnisführungen zeigen die unterschiedlichen Facetten Bönnigheims. Historische Stadtführungen mit Kostümen lassen die Ganerbenzeit wieder lebendig werden. Ebenso werden Kirchengeschichte und musikalischer Kunstgenuss geformt. Das tägliche Leben nach dem Zweiten Weltkrieg sowie Persönlichkeiten, die die Entwicklung Bönnigheims und der Bönnigheimer Schulen geprägt haben, stehen genauso im Vordergrund wie kulinarische Leckerbissen und Naturführungen durch Obstgarten und adlige Jagdgründe.
Außerdem: Tatort Bönnigheim. An den letzten beiden Sonntagen im September wird Württembergs spektakulärster historischer Mordfall aufgeklärt. Als Bönnigheims Stadtschultheiß 1835 auf dem Heimweg vom Gasthof erschossen wurde, hatte niemand eine Ahnung, dass der Fall Geschichte schreiben würde. Die ehemalige US-amerikanische Staatsanwältin Ann Marie Ackermann erklärt, wie der Fall 37 Jahre später in Washington D.C. aufgeklärt werden konnte und wie der Täter seine Fingerabdrücke auf der amerikanischen Geschichte hinterließ.

Am 6. Mai spielt das Trio „Leonard-Cohen-Projekt“ Songs of Love and Hate des kanadischen Musikers im Kulturkeller am Burgplatz. Bei „Achtung Kulturköpfe“ stehen Menschen aus Kunst und Kultur interessierten Zuhörern im Restaurant Alte Apotheke Rede und Antwort. In der Stadtbücherei können sich Kinder unterhaltsame Figurenspiele und Kasperltheater ansehen: Am 11. Mai steht „Meeresstille oder können Fische sprechen?“ auf dem Programm, und am 30. Mai erlebt Kasperl mit einem geheimnisvollen goldenen Schuh große Abenteuer. Beim beliebten Brunnenfest treffen sich am 20. und 21. Mai die Bönnigheimer Bürger zu einem abwechslungsreichen Programm mit Live-Musik, Leckereien und verkaufsoffenem Sonntag.
Das vielfältige gastronomische Angebot mit Restaurants und urigem Biergarten sowie kleinen Cafés lädt zum Schlemmen und Verweilen ein. Das Highlight im Sommer: das Theater unter der Dauseck,  „Kindsglück – ein Theaterspaziergang“ an verschiedenen Terminen im Juni und Juli.

Junges Leben
Das Warten für alle Schwimmer, Plantscher, Rutscher und Springer hat ein Ende. Am 1. Mai startet die Freibadsaison in Bönnigheim. Im Sportbecken mit 50-Meter-Bahn kommen die Schwimmer auf ihre Kosten. Eine schlangenförmige 70-Meter-Rutsche sowie ein 1-Meter-, 3-Meter- und 5-Meter-Brett versprechen Spaß und abenteuerliche Erfrischung. Und im Kindererlebnisbecken ist für die Kleinsten allerlei Unterhaltung geboten. Alle Becken werden aus der Kalzium-Magnesium-Sulfat-Quelle Bönnigheims gespeist, ein qualitativ hochwertiges Wasser. Wer sich genügend ausgepowert hat, kann sich auf der schattigen Liegewiese ausreichend Ruhe gönnen.

Mit Grundschule, Realschule und Gymnasium verfügt Bönnigheim über ein breit gefächertes Bildungsangebot. Kindertagesstätten und -gärten versorgen die Jüngsten.
Mit Musikschule, Stadtbücherei und dem Programm der Volkshochschule ist in Bönnigheim immer etwas los. Zahlreiche Vereine bieten spannende Unterhaltung und ein sportliches Programm für Jung und Alt.
Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad – wer einen Ausflug in die umliegenden Weinberge plant, erlebt nicht nur Natur und landschaftliche Höhepunkte, sondern trifft auch hier und da auf gesellige Runden, die gerne ein Gläschen Wein einschenken.