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Die Rathaus-Erweiterung in der Heuss-Stadt

Der Baubeginn des Erweiterungsbaues des Brackenheimer Rathauses wurde mit dem ersten Spatenstich vollzogen. Zum musikalischen Auftakt spielte das interfraktionelle Trio, Altstadtrat Herbert Schmoll (Freie Wähler), Michael Klotz (CDU) und Thomas Eberhardt (SPD). Vor 234 Jahren, nach dem Stadtbrand, wurde zuletzt ein Rathausneubau in der Heuss-Stadt erstellt. Für die Verwaltungsmitarbeiter bringt das 6,1 Millionen Euro teure Erweiterungsgebäude kürzere Wege. Derzeit ist sie noch an drei verschiedenen Stellen in der Stadt untergebracht. Der Stadt-Chef erwartet dadurch mehr Effizienz in der Verwaltung und langfristig eine Stärkung der Innenstadt. Mit der Fertigstellung wird im November 2011 gerechnet. Bereits 1991 lag ein Erweiterungsplan des Rathauses vor. Er wurde zwar 1993 optimiert, scheiterte aber im Gemeinderat zugunsten des Bürgerzentrums. 2008 wurde er wieder optimiert, die Architekten haben einen neuen Planentwurf vorgelegt und der Gemeinderat stimmte zu. So werden künftig neben den reinen Verwaltungsräumen auch ein großzügiges und einladendes Bürgerbüro sowie ein multifunktional nutzbarer Bürgersaal entstehen. Der Erweiterungsbau selbst besteht aus einem Langhaus mit Verwaltungsräumen, einem zentralen Verbindungselement mit Bürgerbüro und Bürgersaal sowie einer Tiefgarage. Auch im Hinblick auf die Energetik setzt das Gebäude Maßstäbe. Vorgesehen ist hierbei der Einbau von Geothermie-Erdwärmesonden. Kieser stellt auch fest: „Wir können uns dieses Projekt leisten.“ 1,1 Millionen Euro gibt es aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes. Nach dem Motto „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not” werden die restlichen fünf Millionen Euro aus dem Sparstrumpf der schuldenfreien Stadt finanziert. Staatssekretär Richard Drautz erinnerte daran, dass die Stadt Brackenheim seit 1977 insgesamt 12,5 Millionen Euro Fördermittel für städtebauliche Erneuerung der Innenstadt sowie der Ortsteile erhalten habe. Humoristisch und zugleich mit kleinen Spitzen beleuchtete Altstadtrat und Ehrenbürger Karl Seither das Bauvorhaben in Reimen. Mit seinem abschließenden Wunsch “jeder ist froh, wenn alles fertig ist”, sprach er dann sowohl der Verwaltung als auch den Bürgern aus dem Herzen.