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Dank an Ehrenamtliche, die helfen, die Lebensqualität zu verbessern

»Haus Zabergäu« erfreut Gäste mit Musik, Förderverein berichtet über Arbeit pro Alten- und Pflegeheim
Seit nunmehr elf Jahren gibt es in dem seit 40 Jahren bestehenden Alten- und Pflegeheim „Haus Zabergäu“ in Brackenheim den Tag des Ehrenamts.
Im Mittelpunkt stehen alle diejenigen, die das ganze Jahr über auf irgendeine Art und Weise den Bewohnern die Lebensqualität in der Einrichtung verbessern. Es waren nicht nur leere Worte, die Lilli Haldenwanger, Hausdirektorin vom „Haus Zabergäu“, an die Ehrenamtlichen richtete. Einmal im Jahr werden sie, die in vielfältiger Weise helfen, eingeladen. Für Lilli Haldenwanger gilt es hierbei, sich für das Engagement und den Einsatz zu bedanken.
Hierzu gehört der Förderverein Altenheim Zabergäu-Leintal mit seinem Vorsitzenden, Bürgermeister Rolf Kieser. Der Verein bringt sich auf vielfältige Art ein, sei es in der finanziellen Unterstützung des Kulturprogramms und bei Ausflügen. Aber auch Geschenke an die Heimbewohner und die Mitarbeiter gehören dazu. Ein ganz wichtiger Faktor ist, dass Irene Böhringer, angestellt beim Förderverein, immer wieder im Einsatz ist, um im täglichen Leben und bei Ausflügen den Menschen behilflich zu sein.

Ob Gesang- oder Musikvereine, Organisten, Paten des Besuchsdienstes, kirchliche Vertreter, solchen von Vereinen und den Landfrauen aus dem Zabergäu, sie alle bringen sich in irgendeiner Weise ein. Die Haus-Chefin meint: „Dankbarkeit entsteht aus Demut, im Wissen, dass Geschenke nicht selbstverständlich sind.“ Trotz allem werde die Luft beim Engagement der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer dünner. „Wir sind froh, wenn wir jemand neues dazugewinnen können, der ehrenamtlich tätig sein möchte. Alle, die sich einbringen, haben das Ziel, in den Häusern die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern.

Bevor es den Sturm aufs Büfett gab, das der Küchenchef vom Haus Zabergäu mit seinen Mitarbeitern gezaubert hat, sorgten Andrea Ritter mit verschiedenen Flöten und Daniel Koschitzki am Flügel für einen wahren Ohrenschmaus. Wieder einmal konzertierten die beiden im Sonnensaal vom Haus Zabergäu. Längst gehören sie hier zu den Dauergästen, könnte man meinen. Während Koschitzki ein Zabergäuer aus Güglingen ist, wurde Andrea Ritter in Erlangen geboren. Sie war Erstpreisträgerin beim „International Recorder Competition 2007“ in Montreal. Längst hat sie sich einen Platz in der Riege der weltbesten Blockflötisten erspielt.
Ganz gleich mit welcher der mitgebrachten zehn Flöten sie spielte, die Gäste waren begeistert. 2006 gründete sie zusammen mit Daniel Koschitzki das Barockensemble Koschitzki & Ritter. Als Solistin arbeitet Ritter momentan verstärkt mit Daniel Koschitzki als Pianist zusammen. So traten sie auch einmal wieder im Haus Zabergäu auf.

Gemeinsam haben sie 2008 das Duo-Programm Bird’s Paradise mit zahlreichen Eigenarrangements und -kompositionen vorgestellt, das klassische Musik mit Jazzstandards, kabarettistischen Kurt-Weill-Liedern und theatralischen Einlagen verbindet. Beide gaben einen Einblick in die Bandbreite ihres Könnens, wobei sich Koschitzki, der auch das Spielen mit der Flöte beherrscht, mit Gesang und seiner angenehmen Stimme erfolgreich ist. Ob träumerische Melodien, wie „Schau mich bitte nicht so an“, „Die Gedanken sind frei“, bis hin zu heiteren Stücken aus Ungarn, wie „Der Mond scheint über die Puszta“ oder dem alten Lied von Édith Piaf, „La vie en rose“, machten sie deutlich, wie schön Musik, mit Flöte und Klavier gespielt, sein kann. Für die Besucher war es wieder einmal ein besonderes Musikerlebnis.

Mitgliederversammlung beim Förderverein
Der Förderverein Altenheim Zabergäu / Leintal wird weiterhin das „Haus Zabergäu“ und seine Bewohner unterstützen. Dies war die eindeutige Aussage des Vereinsvorsitzenden, Bürgermeister Rolf Kieser, im Rahmen der Mitgliederversammlung. Wenngleich das Kapital des Vereins wegen der derzeitigen Zinssituation nicht anwachsen kann, steht der Förderverein hinterm „Haus Zabergäu“ und seinen Bewohnern. Interessiert ist der Verein weiterhin an weiteren Mitgliedern.
Seit 21 Jahren ist Bürgermeister Rolf Kieser Vorsitzender des Vereins, denn dieses Amt soll nach den Statuten immer ein Bürgermeister inne haben. „Der Verein“, so die Hausdirektorin Lilli Haldenwanger, „ist für uns von unschätzbarem Wert.“ Der Vorsitzende gab einen kleinen Überblick über die Arbeit des Vereins. Hierzu gehört nicht allein der Besuch bei Bewohnern zu bestimmten Geburtstagen, sondern auch Geschenke an die Bewohner an Ostern und Weihnachten sowie Geschenke für die 115 Mitarbeiter zu Weihnachten.

Längst gibt es auch die 21 Besuchspaten Nächste für Nächste, die nicht nur bei Ausflügen dabei sind, sondern den Bewohnern auch immer wieder Besuche abstatten. Der Förderverein unterstützt seit Jahren das Kulturprogramm und hat den Flügel gespendet. Jährlich sind es, wie 2016 auch, rund 10 700 Euro, die der Verein an Aufwendungen leistet. Möglich war dies auch, weil manche Bewohner den Verein in ihrem Testament bedacht haben. Probleme bereiten in Sachen Vereinswachstum nicht nur die Mitgliederzahlen, sondern auch die Zinssituation, wie auch Kassenverwalter Rudi Schellenbauer feststellt.
Einen Rückblick auf 2016 gab die Hausdirektorin, wobei sie sich sehr für das Engagement des Fördervereins bedankte. Besonders erwähnte sie das Jubiläum im vorigen Jahr. Sie informiert darüber, dass das Haus nicht nur die Bewohner und Mitarbeiter mit Essen versorgt, sondern auch außerhalb Häuser, wie das in Nordheim und weitere Mensen. In Sachen Belegung ist das Haus mit 114 Bewohnern voll. Probleme gebe es vor allem damit, dass viele Einzelzimmer wünschen, wobei man an die Kapazitätsgrenzen käme. Besonders aufwändig sei natürlich die Tatsache, dass einige nur kurz im Haus Zabergäu verweilen können, was dafür sorge, dass es 2016 beispielsweise 173 Aufnahmen gegeben habe.